gendergerechte Schreibweisen
Auf Gerecht*Sprechen verwenden wir verschiedene gendergerechte und genderfreie Schreibweisen. Damit möchten wir deutlich machen: Es gibt nicht die eine richtige Lösung für jede Situation, sondern viele verschiedene Möglichkeiten und Ideen diskriminierungsfreier zu sprechen. Diskriminierungs-kritische Sprachformen sind so vielfältig wie die Menschen und →Communities, die sie verwenden.
Verschiedene Zeichen & Formen: Hausmeister*in, Chemiker_in, Pflegens
Auf manchen Seiten verwenden wir das Gender-Sternchen wie bei Bauarbeiter*in – und auf manchen Seiten den Unterstrich (auch Gender-Gap genannt) wie bei Techniker_in. An vielen Stellen benutzen wir außerdem die →Ens-Form wie bei Ärztens und andere →genderfreie Sprachformen und Neo-Pronomen.
Oben auf jeder Seite findest du einen Infokasten, in dem wir erklären, welche gendergerechte Sprachform auf dem Rest der Seite verwendet wird.
Die Info-Texte in einfacher Sprache sind immer mit dem Gender-Sternchen zwischen männlich und weiblich gelesener Form verfasst, wie bei Tischler*in – oder mit genderneutralen Bezeichnungen wie Lehrperson statt Lehrer*in. Nach unserem aktuellen Wissensstand, sind das die barriere-ärmsten Formen gendergerechter Sprache.
Verschiedene Positionen der Zeichen: G_ärtnerin & Mal*erin
Neben unterschiedlichen Zeichen wie Gender-Sternchen und Co gibt es auch unterschiedliche Positionen derselben im Wort. Das wandernde Sternchen wie bei Baumpf*legerin spaziert beliebig durch das Wort. Das bringt noch mehr Bewegung in unsere Denk-Schubladen und stellt das Denken in zwei Geschlechtern stärker in Frage – weil die Lücke für Unterstrich und Co nicht mehr zwischen männlich und weiblich gelesener Form verharrt.
Eine andere Schreibweise, die das Einteilen nach Gender stärker herausfordert, ist das Sternchen nach dem Wortstamm, wie bei Arbeit*erin. Diese Form hat außerdem den Vorteil, dass sie deine Aufmerksamkeit von der Person auf die Tätigkeit lenkt. Damit wird unterstrichen, dass Menschen vielschichtiger sind als ihre Lohnarbeit oder was sie gerade tun. Zum Beispiel sind sie gleichzeitig Busfahr_erin und Pfleg_erin ihrer menschlichen und nicht-menschlichen Bezugspersonen und Klima-Aktiv_ istin und Musik_erin (und noch vieles mehr).
Das Inklusivum: De Antifaschiste & die Altenpflegerne
Auf der Seite Was sind erfundene Unterschiede verwenden wir (außer für Selbstbezeichnungen wie →Juden_Jüdinnen und →Rom*nja und Sinti*zze) das Inklusivum, das vom Verein für geschlechtsneutrales Deutsch e.V. entwickelt wurde. Das Inklusivum basiert auf Umfragen und wurde in einem kollektiven Prozess von Vereinspersonen und anderen Interessierten erarbeitet. Das neue Sprach-System enthält Vorschläge für genderneutrale Alternativen zu allen →zwei-gendernden Sprachformen der deutschen Grammatik. Infos und Beispiele zum Inklusivum gibt es auf der Website des Vereins für geschlechtsneutrales Deutsch e.V. und in diesem Video des Vereins.
