Institution

Institutionen sind öffentliche Einrichtungen wie staatliche Behörden, Krankenhäuser, Sportvereine, Polizei, und Schulen. Institutionen sind auch Medien, wie Instagram, Zeitungen oder YouTube. Institutionen sind aber auch soziale Einrichtungen wie die →Norm in einer Bio-Familie zusammenzuleben. Auch der Staat als ganzes Gerüst aus Gesetzen und Regeln ist eine Institution, genau wie die Kirchen.

Institutionen beruhen auf Vorschriften, Richtlinien, Gesetzen und Gewohnheiten. Oft sind die zugrundeliegenden Regeln und Vorstellungen diskriminierend. Der Begriff »Institutionelle Diskriminierung« beschreibt die Wirkung dieser ungerechten Regelwerke. Denn institutionelle Diskriminierung geschieht auch ohne das aktive Mitwirken von Menschen. Dass Menschen, die auf die sogenannte Grundsicherung angewiesen sind, in Armut leben ist eine institutionelle Diskriminierung. Die zuständigen Mitarbeitens des Jobcenters können diese Armut verschlimmern, zum Beispiel wenn sie ablehnen die Kosten für einen Kühlschrank zu übernehmen oder die Grundsicherung noch weiter kürzen. Sie können die Armut aber nicht verhindern, weil sie gesetzlich vorgeschrieben ist.

Auch die Ehe ist eine gesetzlich festgeschriebene Institution. Im Podcast Feminismus mit Vorsatz wird am Beispiel der Ehe anschaulich erklärt, was institutionelle Diskriminierung bedeutet und wie komplex Institutionen auf unsere Leben wirken.


Hier findest du weitere Beispiele für strukturelle Diskriminierungen durch Insitutionen.