Nationalismus

Nationalismus ist die Diskriminierung von →Lebendigem durch Grenz-Ziehungen und die Einteilung als national zugehörig oder als nicht-zugehörig. Das Wort »Nation« heißt auf deutsch »politische Gemeinschaft«. Was diese politische Gemeinschaft genau beinhaltet und welche Lebewesen in die Gemeinschaft der Nation eingeschlossen werden, unterscheidet sich je nach Land und dessen Geschichte/n. Es gibt also viele verschiedene Nationalismen.

Die Einteilung nach nationaler Zugehörigkeit geht damit einher, dass die Zugehörigen als überlegen behandelt werden und die Nicht-Zugehörigen abgewertet und gewaltsam ausgeschlossen werden. Das zeigt sich zum Beispiel dann, wenn das Leben und die Würde einer Person davon abhängig gemacht wird, ob und welchen Pass sie hat, welche Sprache sie spricht oder wo ihre Vorfahr*innen geboren wurden.

In deutschsprachigen →Dominanzgesellschaften erkennst du nationalistisches Handeln zum Beispiel daran, dass die Not flüchtender Menschen ignoriert wird und sie öffentlich beschimpft, eingesperrt oder abgeschoben werden, anstatt ihnen zu helfen. Es zeigt sich auch im Sprechen über Schweizer*innen und Migrant*innen, das vermittelt Menschen mit Migrations-Geschichte würden nicht zur Schweizer Gesellschaft gehören.

Nationalistische Diskriminierung beruht auf der Erfindung einer nationalen →Identität. Das nationalistische Selbstverständnis wird mit Hilfe →sozialer Kategorien erzeugt. Einteilungen nach →Race, →Gender und →BeHinderung und Diskriminierungsformen wie →Migratismus und →Antisemitismus spielen dabei eine Rolle. Nationalismus-kritisch und verbindend zu handeln, bedeutet diese diskriminierenden Denk-Schubladen zu hinterfragen und die damit einhergehenden Grenz-Ziehungen zu überschreiten.